Mein Weg
Von der Baustelle zu den Gipfeln — die Spur, die mich zu dem gemacht hat, der ich bin.
Von der Baustelle zu den Gipfeln
Ich glaube, ich bin mit dem Handwerk meines Vaters und meines Großvaters im Blut geboren. Auch wenn es Jahrzehnte dauern wird, um ihre Erfahrung zu erreichen, habe ich sofort verstanden, dass ich eine natürliche Neigung zum Handwerk und zu allem Technischen habe. Nach meiner Ausbildung als Geometer habe ich sechs Jahre lang im Familienunternehmen gearbeitet und dabei Ziegelsteine mit Training und Wettkämpfen abgewechselt.
Dort habe ich gelernt, was es bedeutet, Stück für Stück etwas Konkretes zu bauen. Aber in mir schwang etwas anderes: ein Durst nach Horizonten, den die Baustelle, so pragmatisch und ehrlich sie auch ist, nicht stillen konnte.
Ich habe Jahre damit verbracht, mich wirklich kennenzulernen — tief in mir zu graben. Nicht aus Schwäche, sondern aus Stärke. Aus jeder Erfahrung habe ich gelernt, dass man immer mit mehr Bewusstsein zurückkehrt, aber nur, wenn man gelernt hat, die eigenen Grenzen zu akzeptieren. Genau wie wenn man einen Gipfel erreichen will.


Vom Volleyball zum Schnee
Jahrelang habe ich den Traum verfolgt, Profi-Volleyballspieler zu werden. Aber nach so viel Training spürte ich, dass dieser Weg nicht mehr meiner war.
Also habe ich meine gesamte Energie auf die Berge umgelenkt und mich mit einem großen Ziel dem Skifahren gewidmet: Skilehrer zu werden.

Als der Berg alles verändert hat
Als ich das Bergsteigen und das Skifahren entdeckte, hat sich etwas für immer verändert. Der Berg hat meine wildeste Seite hervorgebracht — den Teil von mir, der offene Räume, Stille und Adrenalin braucht.
Skifahren war für mich nie nur Training, Kraft und körperliche Stärke. Es ist bis heute ein großer Lehrmeister des Lebens. Es spiegelt die Werte wider, die ich in mir trage, und bringt mir immer etwas Neues bei, während es mich auf die Probe stellt.
Auch wenn ich heute noch kein Skilehrer bin, hätte ich niemals meine jetzigen Fähigkeiten erreicht und nicht so genossen, wenn ich nicht vom ersten Tag an diesen Ehrgeiz im Kopf gehabt hätte. Das war der Schlüssel, der mich wie ein Kind wachsen und Spaß haben ließ.

Das Training ist meine erste Ausrüstung
Jeden Morgen treibt mich der Gedanke an, dass ich mich verbessern, neue Abenteuer und Herausforderungen annehmen und mehr Bewusstsein und Leben in meine Tage bringen kann.
Du kannst das leichteste Rad oder die präzisesten Kletterschuhe der Welt besitzen, aber wenn dein Motor ausgeht, endet das Abenteuer. Ich habe früh verstanden, dass die körperliche Vorbereitung keine Eitelkeit ist: Sie ist Respekt. Respekt vor dem Berg und vor der Straße. Hart zu trainieren, wenn niemand zuschaut, ist der einzige Weg, um die Aussicht zu genießen, wenn alle hinschauen.
Es bedeutet, den Atem zu haben, um auf einem Pass zu lachen, und die Kraft in den Fingern, um nicht am Fels zu zweifeln. Ich bereite meinen Körper vor, weil ich die Mühe nicht erleiden, sondern reiten möchte. In Form zu sein ist meine erste Lebensversicherung: Sie ist das, was es mir erlaubt, jedes Mal mit einem Lächeln nach Hause zu kommen.

Freiheit, die dir ins Gesicht bläst
Warum das Rad? Ich frage mich das oft. Die Antwort ist einfach: Es gibt mir das gleiche Freiheitsgefühl wie das Skifahren, nur auf andere Weise. Und es weckt jedes Mal, wenn ich in den Sattel steige, die Lust auf Abenteuer und neue Länder.
Den Gegenwind im Gesicht zu spüren, den Schlamm, der deine Räder blockiert, die Steigung, die deine Beine in Brand setzt. Aber wenn du den Pass erreichst und der Horizont sich nur für dich öffnet, verstehst du, dass die Mühe ein ehrlicher Preis für die Freiheit ist.
Noch mehr, wenn du alles mit deinen Gefährten teilst.


Ein vertikaler Tanz gegen die Ängste
Fast vier Jahre sind vergangen, seit ich zum ersten Mal die Hände auf den Stein gelegt habe. Das Klettern hat mich Geduld gelehrt. Dort oben, an einer Wand hängend, die keineswegs die Absicht hat, dir zu helfen, kannst du nicht lügen.
Follower zählen nicht, die Arbeit zählt nicht; es zählt nur der nächste Griff, der ruhige Atem und das Vertrauen in deine Füße. Es ist ein vertikaler Tanz gegen die Schwerkraft und gegen deine Ängste.
Habe ich spät angefangen? Vielleicht. Aber der Fels fragt dich nicht nach dem Alter; er fragt dich nur, präsent und vorbereitet zu sein. Hier und jetzt.


Ein Augenblick, der ewig währt
Alles, was ich tue — die Kilometer im Schlamm, der angehaltene Atem an der Wand, oder mit dem Hintern den Schnee berühren zu wollen — dient einem einzigen Zweck: den Wert der einfachen Dinge wiederzuentdecken.
Nichts schlägt die Wärme eines brennenden Ofens nach einem eiskalten Tag voller Anstrengung. Etwas Warmes zu kochen, es mit einem Freund zu teilen, während der Wald draußen atmet, und zu spüren, dass ein einziger Augenblick endlich ewig dauern kann.



